Kultur im Stadtteil Walle
Walle - das ist nicht nur das Hafenhinterland mit der traditionellen Mischung aus Arbeit und Wohnen, sondern ein Ort vielfältiger Strukturen. Das Maß der kulturellen Versorgung ist für die Befindlichkeit eines Stadtteiles ein ganz spezieller Gradmesser. Und da hat Walle gute Karten: die Kulturwerkstatt Westend ist z.B. eine der Einrichtungen, die weit über die Stadtteilgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erzeugt. Dazu kommt mit der Musikschule ein Ort, in dem Kultur und Bildung auf hohem Niveau stattfinden. Direkter Nachbar ist das Kulturhaus Walle - Brodelpott, dessen Existenz als wirklicher Glücksfall für Walle beschrieben werden kann. Neben Kleinkunst und vielfältigen Angeboten für das Quartier macht man sich hier um den Fortbestand der Bibliothek Walle verdient. Die Aufarbeitung der Stadtteilgeschichte bildet einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit dieses "Kulturladens", der sich auch regelmäßig um das Waller Stadtteilfest verdient macht.
Ergänzt wird die Vielfalt der Kulturszene durch Einrichtungen wie die Galerie des Westens und das Karo. Hinter dem Namen "Blaumeier" verbirgt sich integrative Kultur mit hoher nationaler und internationaler Anerkennung - behinderte und nicht behinderte Menschen präsentieren in den Bereichen Musik, Maske, Theater und Malerei einzigartige Ausstellungen, Konzerte und Aufführungen. Das Blaumeier-Atelier besteht seit 1986 und hat seinen Sitz in der Travemünder Straße 7a.
Einen ganz besonderen Akzent mit Wahrzeichen-Charakter setzt der Speicher XI in der Überseestadt. In diesem restaurierten Gebäude sind große Teile der Hochschule für Künste, das Hafenmuseum, sowie die Speicherbühne , die den "kulturellen Anker" der neuen Überseestadt bilden. Aber auch in der gegenüberliegende alte Energiezentrale finden schon jetzt etliche kulturelle Veranstaltungen statt.
Text: Hans Peter Mester
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