Die Fraktion DIE LINKE. im Beirat Walle

In der vergangenen Wahlperiode waren wir mit drei Sitzen im Beirat vertreten. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass Walle ein Stadtteil für Alle bleibt und sich die Lebenssituation sozial Benachteiligter verbessert.

Die Aufwertung unseres Stadtviertels darf nicht dazu führen, dass sich Menschen das Leben hier nicht mehr leisten können.

Bei uns leben ganz unterschiedliche Menschen – Walle ist bunt! Damit das so bleibt, wenden wir uns gegen jede Form von Rassismus, Hass und Diskriminierung.

Bürgerbeteiligung stärken!

Der Beirat ist ein Gremium der Bürgerbeteiligung. Er kann Druck auf den Senat und die Behörden ausüben. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen gemacht. Dabei ging es um Stadtentwicklung, Verkehrspolitik, Wohnraum und Schulentwicklung. Diese Gespräche wollen wir ausbauen. Auch für Einzelpersonen sind wir ansprechbar!

Lebenslagen verbessern!

Walle hat ein Armutsproblem: Jedes dritte Kind wächst in Armut auf! Das ist Ergebnis einer Politik, die mit Hartz IV viele Menschen in die Armut treibt und obendrein in schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse zwingt. Wir setzen uns auf Stadtteilebene für die Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen ein. Also: mehr sozialer Wohnungsbau, kostenlose Kitas, bessere Schulen sowie geförderte Beschäftigung. Der Nahverkehr soll kostenfrei werden.

Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist uns wichtig - nicht nur im schulischen Bereich. Wir fordern den Ausbau von inklusiven Einrichtungen, die Einbeziehung der Betroffenen in politische Entscheidungen und die Stärkung eines barrierefreien öffentlichen Raums.

Wir wollen, dass die bestehenden sozialen Einrichtungen ausgebaut und mit genügend Geld ausgestattet werden. Gerade die stadtteilbezogene, offene Jugendarbeit ist völlig unterfinanziert. Wir fordern die Erhöhung des Budgets nach tatsächlichem Bedarf. Einrichtungen, die allen Bremer*innen zugute kommen, müssen durch die Stadt finanziert werden (Sportpark Überseestadt).

Mehr Bildungsgerechtigkeit!

Es fehlen neue Grund- und Oberschulen. Viel zu lange ist hier nichts passiert. Fehlender Schulraum wirkt sich negativ auf die Lehr- und Lernbedingungen aus. Wir setzen uns weiterhin für eine bedarfsgerechte Realisierung von Schulbauten und Sporthallen ein.

Die Herausforderungen wirklicher Inklusion und nachhaltiger Sprachförderung sind noch immer nicht verwirklicht. Wir fordern die zweite pädagogische Fachkraft zur individuellen Förderung für alle Schulen und eine zweite Fachkraft für die OS Waller Ring! Die Oberstufenzentren von SZ Walle und SZ Rübekamp müssen gestärkt werden. Neugründungen von durchgängigen Gymnasien lehnen wir ab! Bremens Schulen sind weit davon entfernt, allen Schüler*innen im Bremer Westen einen höheren Bildungsabschluss oder eine Ausbildung zu ermöglichen. Die Unterfinanzierung des Bildungssystems ist in Walle unübersehbar. Schulgebäude sind im erbärmlichen Zustand. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Personal.

Wir wollen mehr Plätze, bessere Ausstattung und Verzahnung für alle KiTas, Schulen und soziokulturellen Einrichtungen in Walle.

Kultur und Sport für alle!

Die Waller Sportstätten sind in einem schlechten Zustand! Wir fordern ein sofortiges Sanierungs- und Neubauprogramm, um den Schul- und Breitensport abzusichern. Der geplante Neubau des Westbades muss der wachsenden Bevölkerung Rechnung tragen. Wir brauchen genügend Wasserflächen für Freizeit-, Schul-, Vereins- und Gesundheitssport.

Wir setzen uns ein für die Weiterentwicklung und finanzielle Absicherung kultureller Einrichtungen und Initiativen. Mehr günstige Werkstätten, Ateliers und Veranstaltungsräume für kreative Kleinunternehmer*innen, Kulturschaffende und Initiativen sollen zur Verfügung stehen. Wir engagieren uns für den langfristigen Erhalt sowohl der Kunstwerke und Denkmäler als auch der historischen Architektur.

Verkehrspolitik für Alle!

Wir wollen weg vom Verkehrslärm und hin zu einem Stadtteil, der für Fußgänger- und Radfahrer*innen gleichermaßen attraktiv und sicher ist.

Walle ist durch Auto- und Schwerlastverkehr massiv belastet, woran die miserable Verkehrsplanung bei der Entwicklung der Überseestadt schuld ist. Hinzu kommt die unverantwortliche Verkehrsführung von der A27 zur B6 - mitten durch die Stadt! Wir fordern, den Durchgangsverkehr über das Bremer Kreuz umzuleiten, denn der Lärm und die Abgase machen uns krank!. Der öffentliche Nahverkehr hat für uns Priorität und muss die Überseestadt so bald wie möglich durch eine bessere Anbindung vom Berufsverkehr entlasten.

Wohnen ist ein Menschenrecht!

Es fehlen günstige Wohnungen, weil mehr Sozialwohnungen wegfallen als neue gebaut werden. Wohnungsunternehmen verdrängen Mieter*innen aus ihren Wohnungen, wie zuletzt in der Holsteiner Straße. Wir brauchen endlich mehr bezahlbare Wohnungen! Der Soziale Wohnungsbau hat höchste Priorität: Die einseitige Orientierung an Profitinteressen in der Wohnungspolitik muss endlich aufhören! Bremen muss Wohnungen in großem Stil zurückkaufen. Die Mieten müssen sich am Grundsatz der Leistbarkeit orientieren und dürfen nicht den Großteil der Einkommen auffressen.

Wir haben uns erfolgreich dafür stark gemacht, dass auch in der Überseestadt sozial geförderter Wohnraum entsteht. Nun muss dafür Sorge getragen werden, dass sich der neue Stadtteil mit Leben füllt und seinen eigenen Charakter entwickeln kann.

Die Waller Feldmark beleben

Die Vertreibung der Bewohner*innen hat zum Niedergang dieses Gebietes beigetragen. Alte, gewachsene Nachbarschaften sind kaputt gegangen. Einige Parzellen sind verwahrlost. Wir fordern, dass Kaisenhäuser weiter genutzt werden und die verbliebenen Bewohner*innen bleiben dürfen. Neue gewerbliche Baugebiete lehnen wir ab.

Die Linke stellt sich vor:
Beiratsmitglieder
  • Jörg Tapking | ©Die Linke

    Jörg Tapking

    Fraktionssprecher

    Stellvertretender Sprecher des Fachausschusses (FA) "Bau, Umwelt und Verkehr"

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  • Caren Emmenecker | ©Die Linke

    Caren Emmenecker

    Sprecherin des FA "Frühkindliche Bildung, Bildung, Weiterbildung und Migration"

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  • Roland Heinsch | ©Die Linke

    Roland Heinsch

    Mitglied im FA "Quartiers- und Stadtteilentwicklung"

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Sachkundige Bürgerinnen und Bürger
  • Angela Piplak | ©Die Linke

    Angela Piplak (parteilos)

    - Mitglied im FA "Kultur, Sport und Migration"
    - Kontaktperson für Kunst im öffentlichen Raum

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  • Frank Scheffka | ©Die Linke

    Frank Scheffka

    Mitglied im FA "Überseestadt, Wirtschaft und Arbeit"

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  • Ivo A. Gruner | ©Die Linke

    Ivo A. Gruner

    Mitglied im FA "Soziales, Kinder, Jugend, SeniorInnen, Gesundheit, geförderte Beschäftigung und Migration"

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Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft
  • Miriam Strunge | ©Die Linke

    Miriam Strunge

    - Fraktionssprecherin für: Bildung, Kultur, Wissenschaft, Medien, Datenschutz, Informationsfreiheit
    - Mitglied in den Ausschüssen: Wissenschaft, Medien und Datenschutz, Landeszentrale politische Bildung (Beirat), Musikschule Bremen (BA), Stadtbibliothek Bremen und Bremer VHS (BA)

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Mitglied des bremischen Senats
  • Kristina Vogt | ©Die Linke

    Kristina Vogt

    Senatorin für Wirtschaft und Europa

Mitglied des Bundestages
  • Doris Achelwilm | ©Cosima Hanebeck

    Doris Achelwilm

    MdB

    - Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Gleichstellungs-, Queer- und Medienpolitik im Deutschen Bundestag
    - Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    - Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien